So schnell vergeht die Zeit. Schon freaky.
Ich bin jetzt fast 2 Wochen hier gewesen, hatte 10 Tage (genauer 50 Stunden) Unterricht, habe viiiiiiiele Menschen aus viiiielen Kulturen (Rumaenien, Polen, Switzerland, Italien, Chile, South-Korea, Thailand, Saudi Arabien, Griechenland und der Tuerkei) kennen gelernt, London besucht, das Oxford-College gesehen und bei einer netten Familie gewohnt. Ausserdem war ich ca. 13 mal bei Starbucks, mindestens 5 mal bei Subways und jeden Tag im Supermarkt ‘Tesco’… Und ich habe mindestens 20 mal beim Ueberqueren der Strasse zu erst in die falsche Richtung geschaut. So viel zur Statistik. xD

Lara fragte mich, wie denn das Essen sei?! Nun ja. Morgens hatte ich Cornflakes wie in Deutschland auch. Mittags hab ich bei Subways oder Aehnlichem gegessen oder mir einfach was im Supermarkt gekauft und abends hat ja dann die Familie wieder was bereit gestellt. Und dazu muss ich sagen: Mama wuerde Augen machen, wenn sie gesehen haette, was ich hier gegessen habe. Und das sag ich nicht, weil es so aussergewoehnlich war, sondern weil ICH das sonst nicht gegessen hab. Ich rede von ganz normalen sachen. Reis und Nudeln mit Erbsen, Bohnen, gemuese, etc. Einmal gabs Toast mit gekochtem Ei. Ansonsten Essen, das man in Deutschland auch jederzeit bekommt. Ich hab nichts extrem seltsames vorgesetzt bekommen. Bin immer satt geworden (und das will bei mir wirklich was heissen, da ich seeeehr pingelig bin) und konnte nicht klagen. Einzig ist mir aufgefallen, dass die hier eeetwas salziger essen. Aber nicht zuu schlimm. Also da braucht man sich wirklich keine Sorgen machen!

Was die Verstaendigung betrifft: Ich hatte mir das echt schwierig vorgestellt. Ich war nie die leuchte in Englisch. Immer nur unteres Mittelfeld. Ausserdem hatte ich seit 1,5 Jahren kein Englisch mehr. Aber ich wurde positiv ueberrascht. Am ersten Abend war ich schuechtern und hab mir nur alles zeigen lassen und immer nur “yes” gesagt. xD Sehr gespraechig. Aber die Gastfamilien sind freundlich und erwarten auch keine Naturtalente. Sie fragen zwar ab und an was und erzaehlen, aber wenn du sagst “I can’t explain”, dann verstehen die das auch. Und ebenso kommen sie einem entgegen, wenn man etwas wissen will, aber vlt. grammatikalisch nicht komplett richtig fragt. Sie korrigieren dann natuerlich mal, aber dafuer ist man ja hier.
In der Schule ist es auch sehr angenehm. Aus Deutschland sind ja meist zumindest 3 oder so hier, so dass man sich auch untereinander helfen kann. Und wenn man mit Gleichaltrigen spricht, ist eh alles egal. Einfach raushauen und wenn der andere nicht versteht, verstaendigt man sich mit Haenden und Fuessen. Und die Lehrer verstehen teilweise auch Deutsch (auch wenn sie das nicht gleich erzaehlen) und so nicken sie manchmal wissend, wenn man das Wort auf deutsch sagt oder so. *g* Und ich kann euch beruhigen: Alle anderen ringen auch nach Vokabeln und der richtigen Grammatik. ;)
Es macht auch viel mehr Spass hier miteinander zu sprechen, weil die Themen viel cooler und abwechslungsreicher sind. Am Anfang der Stunde war es meist so, dass erzaehlt wurde, was man gemacht/erlebt hat und dann konnte jeder seinen Senf dazu abgeben. Es geht viel darum, einfach zu reden.
Und an Themen hatten wir z.B. Internet (!!!), insbesondere Wikipedia, London, die Heimatstaedte, kurze Geschichten und sowas.
Und klar macht man auch Grammatik (wir haben ziemlich viel ueber Phrasel Verbs geredet), aber irgendwie macht selbst das mehr Spass!

Wie ihr seht, bin ich einfach begeistert von der Sprachschule. Ich glaub, mir haben die 2 Wochen mehr gebracht als 2 Jahre in der Schule. Vorallem auch, weil ich auch in der Freizeit Englisch gesprochen habe, weil ich viel mit dem Maedel aus Rumaenien unterwegs war.

Jetzt freu ich mich aber auch, wenn ich Sonntag wieder zu Hause bin! Morgen werde ich wahrscheinlich keine Moeglichkeit haben, ins Internet zum kommen. Ich steig um 10 Uhr in den Bus und werde gegen 15 Uhr in meinem Hotel sein. Und dann versuchen, nach London reinzufahren. Und Sonntagmorgen gehts heim! Meld mich dann sicher wieder!

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4 Kommentare zu "Live aus England – die Letzte"