Feucht-fröhliches Festival mit fliegenden Bechern.

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Gestern bin ich einfach nicht mehr dazu gekommen, aber dafür gibt es den Bericht heute. ;)
Wie war also das Hurricane 2009 für mich?
Es war mein erstes Festival und ich hatte es mir schlimm vorgestellt. Wirklich schlimm. Dauerregen, dreckige WCs, Alkoholleichen liegen in der Gegend rum, man weiß nicht, was man tun soll, man leidet an Hunger und Schlafmangel und wird an jeder Ecke angegraben oder beklaut. Das waren in etwas meine Erwartungen… Und wie wars nun wirklich?

Hurricane-Shirt

F. und ich schlossen uns der Gruppe von T. an, die mit ziemlich vielen Leuten dort waren. Wir schlugen Donnerstag unser Zelt bei ihnen auf und integrierten uns recht schnell in die Gemeinschaft. Man saß trinkend und redend in einer Runde und so verging die Zeit recht schnell. Einige gingen noch in die Disko, aber wir legten uns gegen 2 Uhr schlafen. Um 8 Uhr waren wir allerdings wieder wach, weil irgendwie Party rund ums Zelt war. Halb so schlimm, wir nutzen die zeit zum Duschen. Ja, wir haben auf dem Hurricane geduscht. Und nein, wir brauchten keine 2 Stunden anstehen. Allerdings war es Freitag. Anschließend genehmigten wir uns einen Kaffee, aßen mitgebrachte Cornflakes und ernteten ungläubige Blicke.
Den Vormittag verbrachte man dann gammelnd in den Stühlen oder im Zelt, da es zwischenzeitlich immer wieder zu Regnen anfing. Die Schauer waren aber nur von kurzer Dauer und zwischendurch kam auch immer wieder die Sonne hervor und trockenete alles wieder durch.
Nachmittags ging es zum Festivalgelände und wir schauten The Ting Tings, Katy Perry (-.-), Nneka (?) und Dendemann. Dann zu Kings of Leon, wo wir T. wieder trafen. Ich war zu dem Zeitpunkt schon recht müde. Doch F. wollte gerne noch Culche Candela sehen – ich ja eigentlich auch! – und so gingen wir zu 3. ins Coca Cola Zelt. Die Jungs machten Stimmung und es hat sich echt gelohnt. Das “Spazieren gehen” war witzig und die Musik machte Spaß. Ich war wieder fit! Den Abend ließen wir dann aber entspannt ausklingen.

Malboro-Shirt & Festival-Planer

Der Samstag war wieder recht entspannt und startete nicht ganz so früh. Nachmittags begaben wir uns zu Fünft zum Festivalgelände und jeder schmiss eine Runde Bier. Bier vertrag ich nicht so und so war es nach den 1,8 Litern kein Wunder, dass ich ziemlich lustig drauf war. Ich habe aber nichts Peinliches gemacht und auch nichts, wofür ich mich schämen muss. Und erinnern kann ich mich auch an alles. War halt einfach nur lustig. Theoretisch hörten wir uns nebenbei: Less Than Jake, Blood Red Shoes, The Wombats und Ska-P an, aber das nur am Rande. ;)
Dann erst mal wieder zum Zeltplatz, etwas schlafen und abends wieder zu Tomte. Haben mich nicht sooo vom Hocker gerissen, aber ich war müde und joa.
Sonntag bauten wir mittags alles ab und brachten alles zum Auto. So konnten wir gegen Abend gemütlich auf dem Festivalgelände feiern und hörten Anti-Slag, Lily Allen, Keane, Fettes Brot und – natürlich! – Die Ärzte. Bei diesem grandiosen Konzert riefen die Herren irgendwann dazu auf, doch die Pfandbecher auf die Bühne zu werfen und so etwas Gutes zu tun. Da ließ sich das Publikum nicht mehrmals bitten und die Becher flogen nur so. Erst ging alles gut, aber als wir aufbrachen, flog ein Becher so tief, dass er mich volles Rohr am Kinn traf. Fühlt sich jetzt an wie ein blauer Fleck. Aua.

Schmutzige Klamotten Kurz vor Ende brachen wir also zum Parkplatz auf und reihten uns in das Verkehrschaos ein. Um 3 Uhr nachts lag ich in meinem eigenen Bett und war glücklich.
Rechts seht ihr das Ergebnis von 4 Tagen festival mit Regen und Sonne und der blöden Idee weiße Schuhe mitzunehmen. Ich habe mir heute neue Schuhe gekauft (lila!).
Alles in allem war das Wochenende überraschend gut und ich hatte viel Spaß, habe viele Menschen getroffen und kennen gelernt, Leute nackt durch die Gegend laufen sehen, festgestellt, dass es auf einem Festival fließend Wasser gibt und es leute gibt, die zu jeder Tageszeit grillen oder Dosenfutter essen können.
Und wie wars bei euch so?

9 Kommentare zu "Feucht-fröhliches Festival mit fliegenden Bechern."

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