Der Artikel hat lange auf sich warten lassen. Eigentlich wollte ich nämlich etwas ganz ausführliches schreiben. Aber da ich dazu wohl nie die Zeit finden werde, habe ich mich jetzt für eine andere Variante entschieden… Ich hab einfach Stress. Ich weiß gar nicht, wieso. Aber er ist da und ich bin froh, wenn ich mich abends einfach nur noch vorn den Fernseher pflanzen und berieseln lassen kann. Ich lese zwar auch noch Blogs, aber ich war in letzter Zeit extrem Schreibfaul. Sorry!

Kommen wir zum Kirchentag:
Mittwoch ging es los. Ich bin “allein” (in einem Shuttlebus) nach Bremen gedüst und war überpünktlich am vereinbarten Treffpunkt. Andere waren auch überpünktlich und Tom von evangelisch.de war auch schon da und hieß uns willkommen, aber sagte, dass Elli uns in alles einweisen wird. Nach und nach trudelten immer mehr ein und es hüpften auch Melanie Huber (Leiterin von evangelisch.de) und Henrik (mit Kamera) durch die Lobby. Um Punkt 14 Uhr gings nach oben und wir bekamen unsere Einweisung. Was promoten wir überhaupt? Wie soll das ablaufen? In was für Schichten werden wir eingeteilt? Wie siehts mit Material aus? Was ist das Ziel? Was machen wir in bestimmten Situationen und was sollen wir lieber vermeiden (Thema: ökologischer Kirchentag)? Seht interessant. Dann bekam auch jeder seine 4 T-Shirts mit evangelisch-Aufdruck und wir bekamen nach der Team-Einteilung eine Wegbeschreibung und durften richtung Quartier aufbrechen. Die Grundschule befand sich in Osterholz-Schambeck und da wir die gleiche Zugverbindung wie die Leute aus Bremerhaven nehmen mussten, war es auf dem Bahnhof ziemlich voll. Der Zug hatte Verspätung und in Oh-Sb mussten wir auch noch 15 Minuten laufen. Mit Koffern! An der Schule angekommen, haben wir uns schnell eingerichtet und frisch gemacht und sind so wieder zum Zug und zum Messegelände gefahren. Dort angekommen bekamen wir auch noch Taschen mit Flyern und Kullis und Buttons. Meine Teampartnerin war im Zug verloren gegangen, also schloss ich mich anderen an, weil dort auch jmd. fehlte. Wir verteilten fleißig und hatten Spaß. Aber wir mussten erst mal reinkommen und rausfinden, wie man die Leute am besten ködert. ;) Die Schicht war um 22 Uhr zu Ende und wir ließen uns zum Ende noch in einer Eisdiele nieder und schauten Fußball.

Am Donnerstag hatten wir dann Frühschicht (von 9 bis 15 Uhr) und kamen wieder pünktlich am Messegelände an. Neue Flyer eingesteckt und los ging die Party. Leute anlabern, zum Mitmachen ermutigen, Meinungen anhören und neue Opfer suchen. War witzig. Gegen Mittag war die Luft etwas raus und die Sache war nicht mehr ganz so ergiebig. Zum Glück war dann auch Twittertreffen. Also konnte ich eh erst mal etwas Luft holen und habe ein paar nette Leute kennen gelernt.
Nun ja. Nachmittags bin ich dann mit den “Jungs” zurück zur Schule, die natrürlich dicht war und wir haben dort etwas rumgehangen und entspannt. Um 18 Uhr konnten wir dann rein, frisch gemacht und sind wieder los zum Wise Guys Konzert. Dieses traf aber nicht ganz den Musikgeschmack der anderen, also habe ich mich gefügt und bin mit denen zum Weser-Ufer, wo wir uns einen netten Biergarten gesucht und weiter entspannt haben. So ging dann auch der Donnerstag irgendwie zu Ende…

Am Freitag hatte ich dann eine neue Teampartnerin. Aber wir hatten ja Spätschicht und deswegen bin ich mit J. etwas über die Medienmeile getigert und wir sind auch zum Zentrum Jugend gefahren. War recht spaßig und eigentlich die einzige Zeit in der ich etwas vom Kirchentag gesehen habe… Nachmittags fing dann die Schicht an und wir sind zu Viert (also 2 Teams) richtung Überseestadt gefahren. Dort haben wir uns vor einem Cocktailstand unter einer Überdachung aufgehalten und die Leute abgefangen. Die blieben gerne stehen, da es ja regnete… An dem Abend haben wir doch einige Flyer einsammeln können. Und als dann unser Schichtende nahte, haben wir uns Fahrräder von den Pfadis geschnappt (3 Stunden kostenlos!) und sind dank L. – die in Bremen zu Hause war – wieder zum Messegelände geradelt. Es war eh gerade trocken und so war es ziemlich cool durch Bremen zu düsen.
Nach Schichtende haben wir uns dann noch Thomas D. angehört und sind abends ins Bermuda gegangen und anschließend noch in den Irish Pub.

Samstag war wieder Frühschicht und nach Schichtbeginn haben wir uns zu Viert in den Park gepflanzt, sind dort regelmäßig durch die Gegend gelaufen, haben rumsitzende Gruppen angesprochen und diese zum Flyer ausfüllen motiviert. Zum Schichtende hatten wir 180 Flyer zurück. Ja, wirklich 180 ausgefüllte Flyer! War also sehr erfolgreich. Einen Sonnenbrand habe ich mir leider auch geholt.
Wir sind dann noch wieder Fußball schauen gegangen, aber dann habe ich mich spontan entschieden statt um 20.30 Uhr schon um 18.30 Uhr nach Hause zu fahren, weil Fußball ja eh nicht so meins ist. Also bin ich alleine wieder zur Messe, habe noch etwas am Stand rumgelungert, meine Tasche mit Buttons versorgt und bin dann pünktlich zum Bus. Die Rückfahrt war recht entspannt, aber ich war auch froh, als ich endlich in meinem eigenem Bett lag. ;)

Alles in allem waren es ein paar wunderschöne Tage und wir waren wirklich eine coole Gruppe, die ziemlich Spaß zusammen hatte. Der Bibelrekord wurde geschafft – die Mühe war also nicht umsonst! – und wir wollen jetzt noch ein nachtreffen organisieren. Wäre schön, alle noch mal außerhalb des Kirchentages zu treffen.

Okay, doch keine Kurzfassung. :D Wenn man erst mal drin ist, läuft es.

» Auch interessant:

8 Kommentare zu "Kirchentag 2009 – So wars…"